Unser Hausbau in Aukrug

Wir bauen uns ein Haus.

Hallo! Danke für Ihren Besuch auf unserem Hausbau-Blog!
Wir hoffen unsere Erzählungen sind Informativ und ermuntern dazu,
sich auf das große Abenteuer Bauen einzulassen.

Vor- und Nachteile eines Holzhauses

Wer ein Holzhaus baut, sollte sich über ein paar grundsätzliche Dinge im klaren sein.

Vorteile

Mit Holz zu bauen ermöglicht es, viel Eigenleistung in das eigene Haus zu stecken. Ca. 60 Prozent haben wir selbst gemacht. Vergeben wurde die außendichte Aufstellung, incl. Dach, die Heizungsanlage, Sanitär, Estrich im Obergeschoss und das Setzen des Zählerschrankes.

In Eigenleistung haben wir den kompletten Innenausbau erledigt, also den Einbau sämtlicher Innenwände, Dämmung, Deckenverkleidung, Elektroinstallation, Fliesenarbeiten, Tapezieren und natürlich das Malen der Außenwände.

 

Nachteile

Holz ist ein Naturwerkstoff, der ständig gepflegt werden muss, wenn er lange erhalten werden soll. 2015 haben wir erstmals nach dem Bau einen Neuanstrich der Außenwände vorgenommen. Die Farbe (Lasur) für unser Haus kostet pro Liter rund 28€ (=784€). Für einen Komplettanstrich braucht es rund 28 Liter. Bisher haben wir Seitenweise gearbeitet. 2015 die beiden Giebelwände, sowie die Westwand. Die Ostwand hat noch den Erstanstrich. Spätestens 2018 ist auch hier ein Zweitanstrich notwendig. Hinzu kommen 2 Eimer Lasur (Dunkel mit Allwetterschutz) für die Fensterumrandungen und Außenfensterbänke zu je 30€. Für die Giebelwände war zudem eine mobile Arbeitsbühne mit langem Ausleger notwendig. Für die 3 Tage nochmals 800€ Leihgebühr.

Die Giebelwand auf der Südseite hat unter dem Wetter gelitten. Hier mussten wir kürzlich einen erneuten Anstrich vornehmen. Bis zur Unterkante der oberen Fenster reichte zum Glück aus, so das die Arbeit mit einer langen Leiter erledigt werden konnte. Eine der Fensterbänke hat bereits derart gelitten, daß sie vielleicht in wenigen Jahren erneuert werden muss. Gerade auf der Wetterseite muss ständig wieder zu Lasur und Pinsel gegriffen werden. Wir haben bewusst eine Lasur ausgewählt damals, die die Holzstruktur der Bohlen nicht verdeckt. Die 5-8 Jahre Haltbarkeit stimmt bisher nur für die geschützten Wände im Norden und Osten.

Die Idee, die Malerarbeiten zu vergeben, haben wir ganz schnell wieder verworfen. Die angefragte Malerei wollte für das lasieren der beiden Giebelwände, mit von uns bereitgestellter Lasur, 3300€ zzgl. einer Arbeitsbühne oder eines Gerüstes haben.

 

Fazit 5 Jahre nach dem Einzug

Mit Holz zu bauen hat Spaß gemacht, weil viele eigene Gestaltungsmöglichkeiten im Innenraum möglich waren. Es wohnt sich auch sehr gut darin.

Ein Holzhaus ist von Aussen sehr Pflegeintensiv. Lasur und Arbeitsbühne reissen alle paar Jahre große Löcher in die Haushaltskasse. Ich persönlich würde mit dem heutigen Wissen eher ein Steinhaus bauen. Einmal weil es weniger Folgearbeiten nach sich zieht und weil man vermutlich irgendwann ein Alter erreicht, wo man nicht mehr mit der Hebebühne ums Haus kreist und die Wände lasiert. Es wird also irgendwann in der Zukunft von einer Firma erledigt werden müssen. Und das kostet ein kleines Vermögen.

Nach der Wechselaktion im Erdgeschoss im Januar, waren jetzt zu Beginn der Heizsaison die Stellantriebe im Obergeschoss an der Reihe. Im Frühjahr gabs einen weiteren Kurzschluß, der sogar den FI-Schutzschalter rausgehauen hatte. Nach gerade mal 5 Jahren ist es sehr ärgerlich, schon hohe Reparaturkosten am Haus zu haben. Zum Glück konnte ich die Stellantriebe günstig über die Firma einkaufen. Die UVP des Herstellers liegt bei 31,50€ /Stück zzgl. Mwst. Zusammen mit dem zerstörten Raumthermostaten wären das mal eben 350€ gewesen.

Elektronische Raumthermostate baue ich nie wieder ein. Die schönen alten Bi-Metall-Thermostate bereiten einem viel mehr Freude. Die stört es auch nicht, wenn der Stellantrieb einen Kurzschluss bekommt.

Nach den Erfahrungen der letzten 2 Jahre, rate ich grundsätzlich von billigen Antrieben und Thermostaten ab. Da hat man nur Ärger und Kosten mit. Vielleicht hätte ich die Raumthermostate retten können, indem ich damals Sicherungshalter mit flinken Glasrohrsicherungen dazwischen gebaut hätte. Garantieren würde das aber auch keiner.

Die vor einiger Zeit montierten Stecker haben den Austausch erheblich verbessert.

Im Nachhinein würde ich das ganz anders bauen, mit einem kleinen Verteilerschrank oben drüber.

Günstig bauen kann teuer werden.

5 Jahre nach dem Einbau habe ich im Erdgeschoss sämtliche Stellantriebe vom Heizkreisverteiler ausgetauscht. Die verbauten No-Name-Antriebe taugen nichts! (Obwohl sie von „Watts Industries“ kommen, was am Logo auf dem Deckel und bei den Raumthermostaten bei einem Vergleich mit dem Lieferprogramm eindeutig zu erkennen ist)

Offenbar produzieren die Stellantriebe zwischendurch einen Kurzschluss. Die Folge ist, daß der Triac im Raumthermostat augenblicklich in Rauch aufgeht. Anfangs habe ich aus unwissenheit über die Ursache einfach den jeweiligen Raumthermostat ausgetauscht, was jedesmal zwischen 16 und 25 Euro gekostet hat. Nach dem vierten verdampften Raumthermostaten habe ich dann statt der elektronischen Thermostate wieder die gute alte Bi-Metall-Version eingebaut. Damit fingen die Probleme erst richtig an. Durch die direkte Schaltung sind die Stellantriebe dann richtig durchgebrannt. Bei den elektronischen Thermostaten konnte man nach dem wiedereinschalten der Sicherung anhand der schwach leuchtenden LED den defekten Thermostaten ausfindig machen. Durch die Bi-Metall-Thermostate war ein Kurzschluß auf dem kompletten Heizkreis, so das alle Thermostate zunächst zurückgestellt werden mussten. Raum für Raum musste jetzt der Thermostat wieder hochgeregelt werden. Wenn die Sicherung rausgeflogen war, hatte man den defekten Stellantrieb gefunden und konnte ihn austauschen. Nun war es tatsächlich so, daß nach dem Austausch der elektronischen Raumthermostate die Stellantriebe wieder Monate, bis sogar Jahre wieder einwandfrei funktionierten. Nun gibt mein Terminkalender oft nicht so viel Zeit her, um mal eben einen defekten Stellantrieb zu suchen und abzuklemmen. Daher habe ich alle 9 Stellantriebe durch Produkte eines anderen Herstellers ersetzt. Um in der Zukunft einen schnellen Austausch vornehmen zu können, habe ich auch gleich die Elektrik auf ein Steckersystem von „ADELS Contact“ umgebaut. Somit ist es jetzt jederzeit möglich, den Stellmotor durch ziehen des Steckers abzuklemmen. Natürlich hoffen wir, daß für die nächsten Jahre erstmal Ruhe ist.

Fazit: Ich würde bei sowas nicht nochmal das sparen anfangen. No-Name-Produkte können im Nachklang Teuer werden. Der Umbau nur des einen Heizkreisverteilers hat schon 200 Euro an Materialkosten (trotz Rabatt) verursacht. Zum Glück konnte ich als Elektrofachkraft einen externen Elektriker einsparen. Incl. Fahrtkostenpauschale und Arbeitszeit wären das sicher auch nochmal 200 bis 250 Euro obendrauf gewesen.

14.06.2016

4 Jahre hat sich rund ums Haus nicht mehr viel getan. Der Eingangsbereich war eher funktionell als schön gestaltet.

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Links und Rechts der provisorischen Außentreppe war noch loser Kies. Die Stufen eher eine Stolperkante als ein sicherer Aufgang. Höchste Zeit das zu ändern.

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Ein 1,2m breiter gepflasterter Weg hinter dem Haus dient künftig als Stellfläche. Die Parkfläche wurde mit einer Kieselfläche verlängert.

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Die alte Treppe wurde wieder abgerissen. Statt Treppenstufen läuft der Aufgang künftig in beide Richtungen zu den Hausecken aus. Zwischen die Granitstelen werden Ketten gehangen. Die vor der Haustür wird entfernbar sein, für den Fall, das mal neue Möbel kommen.

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Die Briefkästen werden durch neue ersetzt. Aus optischen Gründen werden die neuen Kästen jetzt doch an die Hauswand geschraubt. Damals hatten wir uns noch dagegen entschieden, weil in Holzwänden jedes Loch für ewig bleibt.

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Vor dem Haus entstehen ebenfalls 2 Parkplätze, welche mit Rasengittersteinen gestaltet werden. Seitlich und dahinter entstehen Beete. Vor dem Haus wird die Kante erneuert und wieder mit Kieselsteinen gefüllt, was verhindern soll, das die Wände auf der Wetterseite bei Regen mit Dreck vollgespritzt werden.

17.06.2016

DSCF2840 Der neue Aufgang wurde heute gepflastert. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 

DSCF2841Die neuen Briefkästen hängen auch schon. Auf dem zweiten Blick fällt auf, daß die Briefkästen minimale Unterschiede aufweisen. Offenbar wurde das Produkt leicht  verändert, Name und Artikelnummer aber beibehalten. So steht das eine Schloß Senkrecht, wenn der Kasten geschlossen ist, das andere Waagerecht. Die eine Zeitungsrolle ist von der Form eher oval. Wir haben die neuen Kästen leicht versetzt aufgehangen, so fallen die Unterschiede nur auf, wenn man genau hinschaut.

DSCF2842So viel Sand war schon lange nicht mehr vor der Tür. Nach dem Einschlemmen der Fugen konnten wir den nassen Kies zunächst nur grob zusammenfegen.

 

DSCF2843Demnächst bekommt auch die Ostwand einen neuen Anstrich. Das hatte ich letztes Jahr aufgeschoben, weil die kleine Leiter immer eingesackt ist im losen Kies.

Zwischen die großen Granitstelen kommen verzinkte Ketten, welche vor der Haustür bei Bedarf entfernt werden kann.

20. Juni 2016

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Die nächste Anschaffung ist ein Kehrbesen zum schieben für große Flächen.

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Die Ketten sind dran.

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Obwohl sie vom selben Baustoffhändler kommen, weichen die neu hinzugefügten Rasengittersteine im Format ab. Wenn sie später gefüllt sind, wird das aber kaum noch auffallen. Sonst ist in diesem Land auch alles genormt, nur bei Baumaterial kann jeder herstellen, was er will…

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Der Gully ist auch repariert. Das Wasser kann wieder ungehindert abfliessen.

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Im nächsten Jahr noch ein paar neue Blumenkästen für die Optik.

Mal wieder Ärger mit der Haustechnik

Fazit 4 Jahre nach dem Einbau: Die Raumthermostate taugen nichts!

Inzwischen sind in 5 Thermostaten Bauteile explodiert, was nach gerade mal 4 Jahren eindeutig zu viele sind. Es passiert immer ohne Vorwarnung. Ich merke es erst, wenns kalt ist in der Hütte, weil es die Sicherung rauskloppt. Den betroffenen Thermostaten erkannt man danach leicht an der nicht, oder schwach leuchtenden LED. Als nächstes steht der Umbau der beiden Heizkreisverteiler an. Bisher sind die Stellantriebe fest angeschlossen. Um sie schneller ausbauen und prüfen zu können, baue ich alles auf ein Steckersystem um. Nach längerer Suche hab ich ein Installationssteckersystem von der Firma Adels Contakt gefunden. Kostenpunkt für beide Heizkreisverteiler rund 55 Euro. Dazu kommen aktuell 3 neue Raumthermostate. Die verbauten elektronischen Modelle bekomme ich im Internet für 15 Euro pro Stück. Im Sanitärhandel muss ich fast 10 Euro drauflegen. Eine Überlegung wert wäre auch, mechanische Raumthermostate einzubauen. Die Kosten hierfür liegen zwischen 25-30 Euro pro Stück. Dazu kommen ggf. noch neue Stellantriebe, welche mit rund 14 Euro pro Stück zu Buche schlagen. Alles zeitaufwändig und ärgerlich. Nachdem ich herausgefunden habe, wer Thermostate und Antriebe hergestellt hat, überlege ich das ganze Zeugs mal für eine Stellungnahme einzuschicken.

Nachtrag 03.12.2016

Mittlerweile musste ich 10 Raumthermostate ersetzen, weil der Triac auf der Platine explodiert ist. Für Anfang 2012 eingebaute Thermostate eindeutig zu viel Ausfall!

Statt elektronischer Thermostate verbaue ich wieder die guten alten Bi-Metall-Thermostate. Die müssen nicht justiert werden und halten vermutlich ewig. In nur einem einzigen Fall war bisher wirklich der Stellantrieb (Kurzschluss) schuld an den Ausfällen. Ärgerlich auch die Kosten: Jeder Thermostat reisst ein 20 Euro-Loch in die Kasse. In meinem Wohnzimmer wartet bereits einer der beiden Thermostate darauf ausgetauscht zu werden. Noch bekomme ich den Raum locker ohne warm. Die 3 getrennten Heizkreise haben sich also schon bezahlt gemacht.