Unangenehm warm

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06.01.2012

Bauherren kann man es nie recht machen. Während die Kälte in den letzten Wochen für eine Erkältung nach der anderen gesorgt hatte, ist es seit Heute unangenehm warm im Haus. Die provisorisch angeschlossene Wärmepumpe läuft im Estrichtrocknungsprogramm. Man traut sich gar nicht hinzuschauen, wie der Zähler läuft. Der elektrische Zuheizer läuft rund um die Uhr. Welches Problem unser Elektriker mit dem Zählerschrank hat bleibt derweil unklar. Statt den passenden Zählerplatz einzubauen, hat er nur die Wärmepumpe mit auf den Normaltarifzähler geschaltet. Dienstag kommt unser Heizungsbauer, um die Wärmepumpe zu komplettieren. Ebenfalls am Dienstag kommt der Küchenbauer. Morgen muss die Küche fertig werden (Deckenplatten dran, Decke spachteln und Wände nachspachteln), Sonntag die Bodenfliesen drauf, Montag ausfugen und die letzten Steckdosen rein. Womit das Wochenende komplett verplant wäre.

Die Telekom war heute den dritten(!) Tag in Folge da. Am ersten Tag wurde nur das Kabel eingegraben. Am zweiten Tag der Anschlusskasten gesetzt. Heute waren Tiefbauer und Telekom da, weil der Tiefbauer das Kabel nicht gefunden hat. Es sind derart viele Kabel in der Erde, das nicht sofort feststand, welches das richtige ist. Der Mann von der Telekom war sich auch nicht sicher und so wurde ein zusätzlicher Graben von ca. 2,5m länge ausgehoben und die Muffe vom Kabel zum Elternhaus gesucht, um festzustellen, welches Kabel das richtige ist. Eingaben von meinem Vater und von mir, das die an der falschen Stelle suchen, wurden ignoriert. Und was war das Ende vom Lied? Der Tiefbauer stellte fest, das das Kabel an falscher Stelle verzeichnet war, das der in der Zeichnung beschriebene Kabeltyp nicht stimmt und das er den Asphalt vom Gehweg gar nicht erneut hätte auftrennen müssen, da das Kabel auf dem Grundstück liegt. Für diesen Kabeltyp war er zudem nicht ausgerüstet, so das der Tiefbauer am Montag nochmals kommen muss, um das Kabel endlich anzuschliessen.

Der Irrsinn nimmt kein Ende. Weil sich die Telekom nicht angemeldet hatte, war zu den Montageterminen keiner von uns zugegen, so das die ihren Anschluss einfach da hingebaut haben, wo sie meinten, das er richtig ist. Inzwischen ist die komplette Wand im HWR verloren, weil jeder seinen Mist einfach irgendwo anschraubt. Jedenfalls wollte man sich nicht auf die Diskussion zum Telefonanschluss einlassen. Ich hätte die Anschlussdose lieber knapp unter der Decke gehabt, damit unten Platz genug für den Gefrierschrank bleibt. Danach musste ich mir noch einen Vortrag über die Enddosen anhören. Auf meinen Einwand hin, das wir doch angegeben hatten, das es sich um ein Haus mit zwei Wohneinheiten handelt und die Telekom nur eine Enddose gesetzt hat, wurde mir erklärt, das die gesetzte Dose nur zu Messzwecken eingebaut wurde und das erst wenn ein Telefonvertrag geschlossen wird, ein Techniker rauskommt und die fehlenden Dosen ergänzt und die Schaltung in der Vermittlungsstelle vornimmt. So ein schwachsinn bringt mich zur Weissglut. Gern hätte ich die Arbeiten im Haus dazu fertig gehabt, wollte sogar den Aufpreis zahlen, wenn das gleich mit Fertig gemacht wird. Doch der Telekommitarbeiter lehnte das ab. Er kann und darf das nicht anschliessen, weil der Techniker das später macht und der auf jedem Fall kommt (auch wegen der Schaltung). Ich sehe mich darin bestätigt kein Telekom-Kunde mehr zu sein. Solche Erlebnisse zeigen auf, wie weit der Weg noch ist, den Ruf des trägen unflexiblen Staatsunternehmens loszuwerden.

Zutiefst über die aktuellen Ereignisse verärgert, war ich zuerst unschlüssig, mit welchen Arbeiten ich fortfahren soll. Nach kurzem Hin- und Herüberlegen entschied ich mich dazu mein Bad zu beplanken, was ich bis auf die Decke dann auch getan hab. Der Kasten um das Abwasserrohr und das WC-Gestell waren dabei am aufwändigsten.

Puh, alles richtig gebohrt und nicht vermessen

Die Schrägen hab ich wieder mit den Hilfswinkeln beplankt. Weil die grünen Platten 2,60m lang sind und entsprechend schwer, hat meine Mutter die Platten kurz mit festgehalten beim anheften.

Das OG ist endlich unabhängig vom Strom des Erdgeschosses. Das letzte Verlängerungskabel von Unten hab ich am Abend aufgerollt.

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Der Kasten ums Abwasserrohr hat viele Schrauben gekostet. Vorm Estrich zu verkleiden wäre einfacher gewesen

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