Unerträgliche Wärme und neuer Ärger?

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07.01.2012

Mittlerweile sind überall 24° erreicht. Beim arbeiten fühlt es sich unerträglich heiß an. Zum Glück schafft der Zuheizer es nicht allein, auf die Mindesttemperatur für die Estrichtrocknung zu kommen (die Elektronik hat sich schon drüber beschwert), sonst wäre an arbeiten nicht mehr zu denken. Heute war Deckenplatten und Spachteltag. Die Deckenplatten von Küche und HWR sind dran und verspachtelt. Morgen muss alles schnell übergeschliffen werden und danach muss der Boden gefliest werden, damit mit dem Kücheneinbau am Dienstag alles klappt.

Eine Entdeckung beim ausfegen sorgt für neuen Ärger. In der Ecke Aussenwand zu tragender Wand im Wohnzimmer ist der Boden Nass. Ebenso wurden die Aussenwandecken vom Winkel am Nachmittag Nass. Feuchte Wände kurz vorm Ziel sind der absolute Supergau. Unser Bauleiter wird Montag auch nicht erfreut darüber sein, denn eigentlich dachten wir, das alles Dicht ist.

Nachtrag: 08.01.2012  Tropische Verhältnisse im Haus. Zur Hitze ist eine noch schlimmere Luftfeuchtigkeit hinzugekommen. Langsam dämmert uns, was hier wirklich passiert. Dadurch, das wir vorher nicht heizen konnten, ist eine unmenge Wasser in alles eingezogen. Durch die sauber verarbeitete Dampfsperre konnte die Luftfeuchtigkeit ja auch nicht weg. Mein Bruder hat am Tag fast alle Fenster geöffnet gehabt. Und am Abend ist alles wieder trocken. Die Gipskartonplatten an der Wand fühlen sich heute ganz anders an. Gestern roch es noch sehr intensiv nach den imprägnierten Gipskartonplatten. Das ist heute alles mit der Luftfeuchtigkeit verschwunden. Eine besondere Lehrstunde in Bauphysik.

Zudem haben wir ein paar Baufehler behoben, was wieder eine Menge Zeit gekostet hat. Die Schwelle an der Hauswirtschaftsraumtür war miserabel ausgesägt, so das die Beplankung nicht mehr gerade hinzubekommen war. Links von der Tür konnte das leicht behoben werden, indem wir doppelt beplankt haben und die OSB-Platte etwas kürzer gemacht haben. Rechts passten aber keine zwei Platten zwischen Wand und Tür, so das wir die Folie aufschneiden mussten und die Schwelle dann mühsam mit dem Multimaster um einen halben Zentimeter gekürzt haben. Diese Fehler zu beheben, incl. Folie neu verkleben und Beplanken hat fast eine Stunde Zeit gekostet. Wäre beim Aufbau ein wenig sorfältiger vorgegangen worden, hätte man diese Zeit für die wirklich wichtigen Arbeiten nutzen können. Das selbe gilt für die Aussenwandständer neben den Fenstern. Die Rolladenkurbeln liegen bei einigen Fenstern nach dem Beplanken stramm am Gipskarton an. Ein Baufehler, der sich nicht mehr beheben lässt. Bei anderen Fenstern bleibt selbst nach Doppelbeplankung ein breiter Spalt übrig. Da wurde schlicht nicht mitgedacht, bzw. es wurde nicht nachgemessen. Um diese Sachen zu korrigieren braucht es viel Zeit. Ein Luxus, den wir uns nicht mehr lange leisten können.